Kirschkern

Ortsumfahrung Unteröwisheim

16.000 Fahrzeuge täglich sind unerträglich. Es ist wohl unstrittig, über das Verkehrsaufkommen in Unteröwisheim zu diskutieren. Der Ort ist in Verkehrspitzenzeiten zweigeteilt für alle Mitbürger insbesondere für Kinder und Senioren, und vor allem für die Anwohner der Ortsdurchfahrt Friedrichstraße eine unerträgliche Situation. Neueste Verkehrsstudien weisen auf mittlerweile 15.300 Fahrzeuge in 24 Stunden hin, Tendenz steigend, vor allem der Schwerlastverkehr. Deshalb muss zum Schutze der Mitbürger dringend etwas unternommen werden. Aufgrund langfristig angelegter Verkehrsplanungsmaßnahmen, die umgesetzt wurden, wie z.B. die Verlegung der Anschlussstelle A5 bei Bruchsal und die Anschlußstelle A8 Pforzheim Nord, war als logische Konsequenz klar, dass die L554 als Ausweichstrecke insbesondere für LKW-Mautpreller benutzt wird. Bedenken, die vor Jahren von der SPD im Gemeinderat angemahnt wurden, ohne Gehör zu finden, sind heute Realität. Aber was war in der jetzt zu Ende gehenden Legislaturperiode geschehen? Die Mehrheitsfraktion favorisierte ein Verkehrskonzept für die westlichen Stadtteile von Kraichtal: Oberacker, Gochsheim und Münzesheim, ohne den am Verkehr stärksten betroffenen Stadtteil Unteröwisheim zu berücksichtigen. Die Meinung war, dass zuerst eine Lösung für Oberacker, Gochsheim und Münzesheim erste Priorität hätte, und erst danach könnte man sich um die Verkehrsprobleme von Unteröwisheim kümmern. Ein absoluter Wahnsinn. Wir, die SPD-Fraktion sind der Meinung, dass ein Gesamtkonzept für die westlichen Stadtteile von Kraichtal her muß, und das Problem dort angepackt werden muß, wo es am Größten ist, nämlich in Unteröwisheim. Aus diesem Grund wurde auf Antrag der SPD im Februar 2008 ein Planansatz zur Untersuchung einer Südumfahrung von Unteröwisheim in Auftrag gegeben, um alle denkbaren Möglichkeiten auszuschöpfen. Anfangs wurde die Idee der Südumfahrung (gegenüber des bestehenden Planansatzes Nordumfahrung) durch das zuständige Fachbüro als unrealistisch bezeichnet. Die Realität aber ist, dass nach Abschluss der Untersuchung die Südumfahrung (Variante Ortsfern) sich als realisierbare Maßnahme herausgestellt hat. Kosten Südumfahrung 14,3 Mio. gegenüber der Nordumfahrung 30,1 Mio. Ökologische Ausgleichsmaßnahmen sind deutlich geringer. Die Südumfahrung, beginnend im Bereich Reithalle, wäre gleichzeitig eine Anbindung an ein dringend notwendiges Gewerbegebiet vor den Toren Kraichtals. (Eine Maßnahme, zwei Lösungen) Da weder die Nord- noch die Südumfahrung als eine gut realisierbare Maßnahme anzusehen sind, und keine weiteren Varianten auf eigenem Gemeindegebiet möglich sind, muß seitens der Stadtverwaltung und des Gemeinderates der Druck dahingehend erhöht werden, dass die B35 Nordumgehung schnellstmöglichst realisiert werden kann. Liebe Leser, Sie können Sie sich sicher sein, die Unteröwisheimer SPD-Gemeinderäte werden keine Ruhe mehr geben. Es reicht nicht, nur Schilder an der Straße aufzustellen, hier muss mit Sinn und Verstand nachhaltig gehandelt werden! Wir sind pro Ortsumfahrung von Unteröwisheim und für gezielte Maßnahmen, um an die bestmögliche Verkehrsentlastung zu kommen - und die heißt B 35 Nordumgehung, Querspange Kraichtal, weil es hier fertige Pläne zur Umsetzung gibt. Durch unser Handeln ist endlich die eingeschlafene Diskussion wieder entfacht. Es hat sich in den letzten 20 Jahren niemand für die Querspange der B35 Nordumfahrung interessiert und nachhaltig darum gekümmert. Und nach Aussage von Landrat Dr. Schnaudigel ist folgendes klar: Die Verkehrsprobleme zwischen Münzesheim und Oberacker mit Anbindung Gewerbegebiet „Gochsheim“ entlang der K 3503 (Baulastträger ist hier der Landkreis Karlsruhe) werden erst gelöst, wenn eine Lösung für Unteröwisheim da ist. Resümee: Eine Verkehrsentlastung von Unteröwisheim entlastet nicht nur Unteröwisheim, sondern ist die Grundvoraussetzung zur Lösung aller Verkehrsprobleme in den westlichen Stadtteilen Kraichtals. Der Verkehr muss raus aus Unteröwisheim!

 

WebsoziCMS 3.5.3.9 - 182947 -